FAQ

 

  1. Was bedeutet es, eine Sprache zu „können“?

Die Antwort hängt von der jeweiligen sozialen Umgebung ab, in der du die Sprache X benutzt, und den Erwartungen dieser Umgebung an deine Rolle bzw. dein Sprachkönnen. Was das Können in derjenigen Sprache angeht, in der du studierst, deiner Arbeit nachgehst, an deren Kultur du alltäglich teilnimmst, so meint dies, dass du die Sprache in der erwarteten Nuanciertheit und Breite benutzen kannst, um den an dich herantretenden kommunikativen Aufgaben zu genügen. Das erforderliche umfangreiche Sprachkönnen umfasst z.B. für jemanden, der in Deutschland lebt, dass er das Deutsche ausreichend sprechend und schreibend, hörverstehend und lesend beherrscht. Ein erfolgreiches Leben hängt nicht zuletzt mit der Kommunikations- und Sprachfähigkeit der betroffenen Menschen ab.

Was so umfangreiches Sprachkönnen mindestens heißt, zeigt die Beschreibung der Kompetenzniveau-Stufe C2 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen: lernen, lehren, beurteilen des Europarates. Sie ist für fremdsprachliche Kompetenz formuliert. Mutter- oder erstsprachliche Kompetenz von Erwachsenen liegt deutlich höher:

  • Kann praktisch alles, was er/sie liest oder hört, mühelos verstehen.
  • Kann Informationen aus verschiedenen schriftlichen und mündlichen Quellen zusammen­fassen und dabei Begründungen und Erklärungen in einer zusammenhängenden Dar­stellung wiedergeben.
  • Kann sich spontan, sehr flüssig und genau ausdrücken und auch bei komplexeren Sach­verhalten feinere Bedeutungsnuancen deutlich machen.

Anders gesagt, kannst du z.B. französische Krimis in ihren sprachlichen Details verstehen (so dass du alles in allen Einzelheiten Satz für Satz nachsprechen, einer Debatte von französischen Journalisten in allen Einzelheiten sprachlich folgen, ein juristisches Papier im Französisch in allen Einzelheiten sprachlich verstehen und einer Fußballreportage auf France Inter folgen könntest), kannst du alles sagen und schreiben, was du in deiner deutschen Erst- oder Muttersprache sagen und schreiben könntest, dann hast du eine umfassende C2-Kompetenz in Französisch. Um eine solch hohe Kompetenz in einer Fremdsprache zu erreichen, bedarf es in der Regel erheblicher Anstrengungen, Nachhaltigkeit und eines hohen Investissements an Zeit bzw. ausreichenden Kontakts mit der Zielsprache (exposure to the target language). Unter schulischen Bedingungen alleine ist ein C2-Niveau nicht erreichbar.

Nach der Fokussierung auf „Können“ sei nun ein Wort zu „Sprache“ erlaubt: Sprachen sind keine unveränderlichen Gebilde. Sprachen leben und verändern sich ständig in Abhängigkeit von den kommunikativen Bedürfnissen jener, die sie benutzen. Sprachen unterliegen mithin dem kulturellen Umweltwandel. So etwa, wie das Christentum in Europa die antike und „heidnische“ Welt verändert hat, so zugleich auch die Sprachen der europäischen Völker und das Lateinische. In unserer Gegenwart ist greifbar, wie die Digitalisierung die Sprache verändert: Festplatte, downladen / downloaden / runterladen, Internet, Bots, Algorithmus, Knoten, Cloud / Wolke, twittern, mach‘ mal ‚ne hardcopy usw. Jede Sprache besteht aus Dialekten und Soziolekten. Zum Wesen von Sprache gehört ihre mangelnde Trennschärfe: Oft fließen Dialekte und Soziolekte ineinander (vgl. die Bemerkungen zum Dialekt von New York). Dies wird daran deutlich, dass z.B. Worte ihre konkrete (okkasionelle) Bedeutung erst in ihren textlichen Umgebungen (Ko-Texte) erlangen. Man unterscheidet zwischen einer festen Bedeutung (en. signification) und einer ko-textlichen Meinung (meaning). So ist to back (unterstützen) zu unterscheiden von to back (zurücksetzen), so sp. abertura (Öffnung) und abertura (Öffnen). Auch zwischen den Registern ‚Gesprochen‘ und ‚Geschrieben‘ besteht das Merkmal ‚gleiche Zeichenform‘: sp. abrasar (grillen) und abrazar (umarmen) oder abría (würde öffnen) und habría (würde haben [Hilfsverb]). Kompetente Sprecher lösen (disambiguieren) solche Mehrdeutigkeiten in Bruchteilen von Sekunden.

  1. Was heißt eigentlich Muttersprache?

Muttersprache ist kein wissenschaftlicher Begriff. Die Sprachwissenschaft spricht daher von Erstsprache oder Primärsprache, von Zweitsprachen und Fremdsprachen. Hiermit sind unterschiedliche Grade des Sprachkönnens, der Sprach- bzw. kommunikativen Kompetenz und der Sprachverwendung gefragt. Muttersprache meint oft die Sprache, die traditionell in der Familie benutzt (gesprochen) wird. In sich überwiegend „einsprachig“ verstehenden Gesellschaften (wie der deutschen, französischen usw.) ist die Muttersprache in der Regel auch die Sprache der Mehrheitsgesellschaft. in diesem Sinne lässt sich sagen: Die Muttersprache der meisten Deutschen ist das Deutsche, der meisten Italiener das Italienische. (Doch gibt es auch in Südtirol italienische Bürgerinnen und Bürger, die von sich sagen, dass ihre Muttersprache das Deutsche ist). Wenn man genauer hinsieht, erkannt man Differenzierungen. Für Menschen mit Migrationshintergrund, die in der Familie ihre Herkunftssprache sprechen, ist das Deutsche eine Zweitsprache, die viele von ihnen differenziert und umfangreich auf erstsprachlichem Niveau beherrschen. Sprachen wie Englisch oder Französisch (soweit diese nicht ihre Erstsprachen sind) fungieren für sie als Fremdsprachen. Dies sind Sprachen, die sie oft in der Schule lernten und die sie gelegentlich gebrauchen – z.B. als Leser, als Touristen, im Gespräch mit Anderssprachigen. Die Kompetenzniveaus in Fremdsprachen können extrem unterschiedlich sein. So sagen im Jahr 2017 5,07 Mio. Deutschsprachige von sich, dass sie „ziemlich gute Französischkenntnisse“ haben, 1,43 Mio. gar „sehr gute“ und 63,37 Mio., dass sie kaum oder überhaupt keine Französischkenntnisse besitzen (Statista[1])

[1] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/170897/umfrage/einschaetzung-zu-eigenen-franzoesischkenntnissen/

  1. Sprachbezeichnungen neben der Muttersprache…

…sind z.B. die autochthonen Sprachen. Das sind solche, die seit langem auf dem Gebiet eines Staates beheimatet sind; in Deutschland etwa das Friesische, das Sorbische u.a.m., in Frankreich das Korsische, das Elsässische und das Lothringische (beides deutsche Dialekte), in Großbritannien das Walisische, in Spanien das Baskische und das Katalanische. Solche Sprachen haben als Minderheitensprachen einen fest umrissenen politischen Status – wie das Deutsche in Südtirol, das Dänische in Schleswig-Holstein.

…sind z.B. die Herkunftssprachen der Migranten. Solche Sprachen können auf dem Gebiet eines Staates durchaus mehr Sprecher haben, als sie die angestammten Sprachen zählen. Dies ist z.B. in Deutschland für das Türkische der Fall. Es wird in der Literatur vermutet, dass auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland mehr als 150 Migrantensprachen existieren. Leider fehlen belastbare Zahlen. Migrantensprachen genießen keine besondere politische Förderung. Wenngleich die „Allgemeine Erklärung der Sprachenrechte“ (Barcelona 1996) auch diese Sprachen schützt und ihnen Rechte zugesteht, verfahren die einzelnen Staaten in Sachen Migrantensprachen unterschiedlich. Von der UNESCO wurde die Erklärung bislang nicht übernommen.

  1. Was unterscheidet eigentlich eine Sprache von einem Dialekt?

„Eine Sprache ist ein Dialekt, der eine Armee hat“, so (wahrscheinlich) zuerst der jiddische Sprachwissenschaftler Max Weinreich in seiner Rede zur Eröffnung der 19. Jahrestagung des Instituts für jüdische Forschung (YIVO) in New York im Jahr 1945 (in lateinischer Schrift in Jiddisch: „A shprakh iz ein dialekt mit einer Armey un flot.“). Alle unsere nationalen Sprachen haben sich aus Dialekten entwickelt. Die Sprachen gingen aus Situationen hervor, in der ein ihnen zugrundeliegender Dialekt eine nationale (staatliche) Funktion bekam – als Sprache des Gerichtswesens, der Regierung und der Administration, der Religion, der Universitäten, der Wissenschaften, der Schulen oder des Handels. Grundlage war oft die Schriftfähigkeit und die Entwicklung einer Orthographie, einer Norm, und einer vergleichsweise einheitlichen Aussprache innerhalb der nationalen Sprachgemeinschaft. All dies erklärt, weshalb sich oft in diesen Sprachen auch eine reiche Literatur entfaltete. Alles zusammen verlieh den Sprachen ein hohes Prestige und einen hohen Nutzwert, was nicht zuletzt dazu führte, dass sie auch als Fremdsprachen gelehrt und gelernt wurden.

Dialekte sind hingegen Mundarten. Sie transportieren zumeist örtlich gebundene, natürliche und im Alltag lokal oder regional gebräuchliche (mündliche) Rede. Dialekte haben einen geringeren Normierungsgrad. Dialekte ein- und derselben Sprache (desselben Diasystems) sind füreinander mehr oder weniger komprehensibel. In der mündlichen Rede vermischen sich Dialekte oft mit Soziolekten. Im Krimi z.B. ist dies oft zu beobachten: Ein cop in einem New Yorker Krimi spricht das in den USA wenig geschätzte „Brooklynish“, das ihn als ein für viele US-Amerikaner als ein Angehöriger der Unterschicht kenntlich macht.

  1. (A) Wieviel Sprachwissen habe ich eigentlich in meiner Erstsprache? oder (B): Wieviel muss ich lernen, um die Fremdsprache X oder Y so zu können, wie meine Erstsprache?

 

Zu (A): Der Umfang, in dem ein Mensch eine bestimmte Sprache „kann“, hängt von zahlreichen Faktoren ab, insbesondere von der Art und der Intensität seines Kontaktes mit der betreffenden Sprache und ihren Sprechern. Dies ist eine sehr offene Definition. Wer genauer hinsieht erkennt die unzählbaren kommunikativen Akte mit Teilhabern derselben Sprache und ihrer Varietäten (Dialekte, Soziolekte, Fachsprachen, Kindersprache, Nähe- und Distanzsprachen, für Deutschsprachige: Bayern, Berliner, Wiener… über viele möglichen Themen der entsprechenden Kultur). Sprache ist wesentlicher Träger der Sozialisation und Enkulturation eines Individuums.

Das reine Sprachwissen und das Sprachkönnen beziehen sich im Prinzip auf die gesamte Architektur einer Sprache, auf Wortschatz und Grammatik, sowie auf die verschiedenen Fertigkeiten oder Kompetenzen: das Hörverstehen und das Sprechen, das Lesen und das Schreiben (soweit Gesellschaften Letzteres fordern; es gibt Gesellschaften und Kulturen ohne Schrift). Zu unterscheiden ist des Weiteren Sprachwissen und Sprachkönnen. Z.B. spreche ich automatisch meinen Dialekt, ich kann einen fremden Dialekt erkennen und diesen einer Gruppe zuordnen (Hamburg, München, Köln…), ich kann diese Dialekte aber nicht sprechen wie ein Teilhaber dieser Dialekte. In diesem Fall spreche ich, was das Verstehen angeht, vom Sprachkönnen, was die Zuordnung der Aussprachemerkmale oder auch der Wortwahl zu einer bestimmten Gruppe betrifft (Hamburger, Münchner, Kölner), vom Sprachwissen.

(B) Und wieviel Wörter kenne ich? Wieviel muss ich lernen, um in der Sprache etwas zu tun bzw. kommunizieren zu können?

Eine englische Sprachwissenschaftlerin berichtet von Schätzungen des Wörterwissens britischer Studenten in den 1930er Jahren. Das mit Vorsicht zu interpretierende Ergebnis: „… dass der durchschnittliche Collegestudent etwa 58000 gebräuchliche »Basiswörter«, 1700 seltene »Basiswörter« und 96000 Ableitungen und Komposita kannte. Die Gesamtsumme belief sich auf über 150000. Das höchste Ergebnis lag bei 200000, und selbst das niedrigste bei 100000.“ (Aitchison 1997: 7). Der „Schätzwert 50000 (…) ist möglicherweise zu niedrig gegriffen“ (ebd.). Die Schätzungen müssen auch dahingehend taxiert werden, was gezählt wird: Zwar sind machen, gemacht, machbar, Machbarkeit, durchmachen, etwas/sich wegmachen sechs Wörter, doch sind die ersten vier davon schon aufgrund des Lexem mach- zu verstehen und die zuletzt genannten Komposita sind ‚leicht‘ lernbar, wenn man -mach- kennt.

Es genügt natürlich nicht, Wörter zu kennen: Sprachkönnen verlangt, dass sie im Kopf gut organisiert sind, denn sie sollen in Sekundenschnelle abrufbar sein. Muttersprachler erkennen ein Wort in 200 Millisekunden oder weniger vom Anlaut an. Das Nachsprechen gesprochener Sprache (shadowing) erlaubt zu erkennen, wie schnell Wörter erkannt und reproduziert werden können. Gute Nachsprecher reproduzieren innerhalb von 200 Millisekunden (eine Fünftelsekunde). In Blitzesschnelle können wir Wörter „reparieren“ bzw. verbessern wir unsere eigenen „Versprecher“. Unser Wortwissen bezieht sich dabei nicht nur auf ein Wort, seine Aussprache, Graphie und Bedeutung, sondern auch darauf, wie es sozial gebraucht wird (Kerl ist nicht dasselbe wie Mann oder Typ), d.h. wer etwas wie, wann, wo und wozu sagt.

Wieviel Wörter musst du in einer Fremdsprache lernen? Auch zur Beantwortung dieser Frage spielt die weitere Frage „Wozu?“ eine entscheidende Rolle. Ebenso wichtig ist: „Was“ musst du denn lernen, wenn du eine neue Vokabel lernst? Ein Italiener, der Englischlernt muss, um en. to continue eigentlich nichts lernen, um das Verb lesend zu verstehen, denn er kennt ja aus seiner Muttersprache continuare. Die Antwort fällt anders aus, wenn es sich um en. weak handelt, denn debole hat eine gänzlich andere Form als die englische Entsprechung, d.h.: die beiden Adjektive sind nicht formkongruent. Das Beispiel macht deutlich, dass sich die Frage nicht so einfach zu beantworten lässt, wenn man Wortschätze undifferenziert vergleich. Der Kernwortschatz der romanischen Mehrsprachigkeit (KRM) bietet indes ein Repertoire, dass die Formkongruenzen und Bedeutungsadäquanzen sowie die Form- und Bedeutungsdiver­genzen zählbar macht (Meissner 2018).

Indem du das Vokabular des KRM kannst, aktivierst du also viel, viel mehr Wörter als das Vokabular des KRM selbst. Denn du knüpfst an deine Sprachenwissen aus den Sprachen an, die du bereits kennst, um es mit jenen Formen zu verbinden, die du lernen willst.

  1. Wie lerne ich eigentlich eine fremde Sprache am besten?

Generell ist diese Frage nicht zu beantworten, denn jeder Mensch lernt anders. Du musst also deinen eigenen Lernweg finden. Aber dennoch ist seit langem bekannt, was im Allgemeinen einen guten Lerner ausmacht. Hierzu meint 1975 Joan Rubin:

  1. Der gute Sprachenlerner kann gut raten, wenn es um sprachliche Formen und um Bedeutungen und Funktionen geht.
  2. Der gute Sprachenlerner kommunizier gerne und will aus dieser Kommunikation lernen. Er ist bereit, sich anzustrengen, um seine Botschaft rüberzubringen (und weicht nicht aus).
  3. Der gute Sprachenlernen ist nicht leicht verängstigt. Er ist bereit, auch einmal als “dumm“ zu erscheinen, sofern dadurch seine Kommunikation gelingt. Er ist bereit, sprachliche Fehler zu machen, um daraus zu lernen und zu kommunizieren. Er akzeptiert ein gewisses Maß an Vagheit in der Sprache.
  4. Zusätzlich zu seinem Fokus auf Kommunikation achtet der gute Sprachenlerner auf sprachliche Formen; darauf, wie etwas gesagt oder geschrieben wird (treffende Ausdrücke, welches Wort steht mit welchem Wort usw.). Der gute Sprachenlerner ist ständig auf der Suche nach Sprachbeispielen.
  5. Der gute Sprachenlerner wendet die Zielsprache an, wann immer er kann.
  6. Der gute Sprachenlerner beobachtet das eigene Sprechen/das eigene Schreiben und das Sprechen und Schreiben die der anderen. Dies heißt, er achtet ständig darauf, wie Rede ankommt und ob sie dem Standard entspricht.
  7. Der gute Sprachenlerner achtet auf die Bedeutungen. Er weißt, dass es, um eine Botschaft zu verstehen, nicht ausreicht, auf die Grammatik oder auf die Oberfläche der Rede zu achten.

Nach Rubin, Joan (1975): „What the ‚Good Language Learner‘ Can Teach Us“. TESOL Quarterly, 9, 41-50.

  1. Und wieso verbessert die Interkomprehensionsmethode das Sprachenlernen?

Die Interkomprehension verlangt von Lernern, dass sie sowohl auf die Zielsprache achten, indem sie neue Formen, Funktionen und Bedeutungen identifizieren, als auch auf das eigene Vorwissen, das sie ja aktivieren müssen, um die Identifikationen durchzuführen. Sie tun dies in folgenden Schritten:

  1. Lesen des zielsprachlichen Textes
  2. Erstes Scannen des Textes unter der Frage: Was verstehe ich, was bedeutet es, welche Bedeutungen und Funktionen erkenne ich?
  3. Erneutes Scannen unter der Frage: Wo ist das erkannte zielsprachliche Schema (die Funktion) mit dem aus meinem Vorwissen aktivierten Schema identisch, wo ist es verschieden.
  4. Drittes Scannen unter der Frage: Was verstehe ich nicht?
  5. Klärung der offen gebliebenen Fragen, z.B. mit Hilfe eines Wörterbuches, einer entsprechenden Grammatik, der Lehrperson.
  6. Klärung der Fragen: An welches Vorwissen hätte ich vernünftigerweise anknüpfen können, um die Funktion / die Bedeutung zu identifizieren? – Warum ist mir dies nicht gelungen?
  7. Erstellung der ‚Hypothesengrammatik‘ der Zielsprache: Schreibe die Regeln auf, die du beim Lesen erkannt hast. Auf diese Weise erschließt du dir die Zielsprache.
  8. Wenn du an mehr als an einer Zielsprache interessiert bist, ist es von Vorteil auch die Regelmäßigkeiten aufzuzeichnen, die du zwischen den Sprachen erkennen kannst.
  9. Entwurf deines weiteren Lernplans.

Du wirst sehen, dass sich beim zweiten, dritten, vierten Text die Antworten wiederholen, dass die Entschlüsselung zunehmend leichter gerät.

  1. Literatur

Atchison, J. (1997): Wörter im Kopf. Eine Einführung ins mentale Lexikon. Aus dem Englischen von Martina Wiese. Tübingen: Niemeyer (engl.1987).

Meißner, F.-J. 2018): Quantitative Analyse des Kernwortschatzes der romanischen Mehrsprachigkeit (KRM) nach Sprachen, Transparenz und Opazität. In: GiF:on (im Druck).

 

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail