Der gute Sprachenlerner nach Rubin

Der gute Sprachenlerner kann gut raten, wenn es um sprachliche Formen und um Bedeutungen und Funktionen geht.

Der gute Sprachenlerner kommuniziert gerne und will aus dieser Kommunikation lernen. Er ist bereit, sich anzustrengen, um seine Botschaft rüberzubringen (und weicht nicht aus). Der gute Sprachenlerner ist nicht leicht verängstigt. Er ist bereit, auch einmal als “dumm“ zu erscheinen, sofern dadurch seine Kommunikation gelingt. Er ist bereit, sprachliche Fehler zu machen, um daraus zu lernen und zu kommunizieren. Er akzeptiert ein gewisses Maß an Vagheit in der Sprache.

Zusätzlich zu seinem Fokus auf Kommunikation achtet der gute Sprachenlerner auf sprachliche Formen. D.h. darauf, wie etwas gesagt oder geschrieben wird (treffende Ausdrücke, welches Wort steht mit welchem Wort usw.). Der gute Sprachenlerner ist ständig auf der Suche nach Sprachbeispielen.

Der gute Sprachenlerner beobachtet das eigene Sprechen/das eigene Schreiben und das Sprechen und Schreiben die der anderen. Dies heißt, er achtet ständig darauf, wie Rede ankommt und ob sie dem Standard entspricht

Der gute Sprachenlerner wendet die Zielsprache an, wann immer er kann..

Der gute Sprachenlerner achtet auf die Bedeutungen. Er weißt, dass es, um eine Botschaft zu verstehen, nicht ausreicht, auf die Grammatik oder auf die Oberfläche der Rede zu achten.

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