Sprachlernkompetenz

Die Interkomprehensionsdidaktik lehrt das zielführende Vergleichen zwischen sprachlichen Schemata. Solches Vergleichen ist innerhalb einer einzigen Sprache schon beim Erwerb der Erstsprache zu beobachten. Stets wird neu entdecktes sprachliches Wissen mit schon vorhandenem Wissen verglichen und abgeglichen bzw. verknüpft.

Genauso verhält es sich, wenn wir fremde Dialekte oder Sprachen zu verstehen lernen: Wir wollen wissen, was ein sprachliches Zeichen bedeutet, wie es im Gesamt der Sprache funktioniert usw. Genau dies passiert bei der Interkomprehension. Sprachaufmerksamkeit lässt sich nur schwer trennen von Sprachlernaufmerksamkeit. Letztere spielt natürlich eine enorme Rolle für die Herstellung des langfristigen Lernerfolgs (Nachhaltligkeit).

Der Aufbau von Sprachlernkompetenz und Sprachaufmerksamkeit ohne das Vergleichen sprachlicher Strukturen und Funktionen ist schlechterdings nicht möglich.

Die Entwicklung von Sprachenwachstum und Sprachlernkompetenz geschieht u.a. im Moment der verstehenden Begegnung mit Sprachen, also der Interaktion zwischen brückensprachlichen Transferbasen und zielsprachlichen Schemata.

Selbstverständlich betrifft dies auch die Verbindung zwischen Mehrsprachigkeit, Erfahrungen mit Kommunikation in mehreren Sprachen und interkulturelles Lernen bzw. interkulturelle Kompetenz.

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