Der gute Sprachenlerner nach Rubin

Der gute Sprachenlerner kann gut raten, wenn es um sprachliche Formen und um Bedeutungen und Funktionen geht.

Der gute Sprachenlerner kommuniziert gerne und will aus dieser Kommunikation lernen. Er ist bereit, sich anzustrengen, um seine ‚Botschaft‘ rüberzubringen (und weicht weder aus noch gibt er auf). Der gute Sprachenlerner ist bereit, auch einmal als “dumm“ zu erscheinen, sofern dadurch seine Kommunikation gelingt. Er ist bereit, sprachliche Fehler zu machen, um daraus zu lernen und zu kommunizieren. Er akzeptiert ein gewisses Maß an Vagheit in der Sprache.

Zusätzlich zu seiner Aufmerksamkeit für fremdsprachliche Kommunikation achtet der gute Sprachenlerner auf Formen; d.h. darauf, wie etwas gesagt oder geschrieben wird (treffende Ausdrücke. Welches Wort begleitet welches Wort usw.? Wer sagt was wie zu wem? Vgl. Die Biene sammelt Blütenstaub/Nektar. La abeja chupa/sorbe el néctar, l’abeille butine le nectaire, the bee is gathering nectar, it. l’ape succhia il nettare). Der gute Sprachenlerner ist aufmerksam für Sprachbeispiele.

Der gute Sprachenlerner beobachtet das eigene Sprechen/das eigene Schreiben, das Hör- und das Leseverstehen sowie das Sprechen und Schreiben der anderen. Er achtet ständig darauf, wie Rede ankommt und ob sie dem zielsprachlichen Standard entspricht.

Der gute Sprachenlerner wendet die Zielsprache an, wann immer er kann..

Der gute Sprachenlerner achtet auf Bedeutungen. Er weißt, dass es, um eine Botschaft zu verstehen, nicht ausreicht, auf die Grammatik oder auf die Oberfläche der Rede zu achten. Er ist sensibel für die kulturelle Seite der Zielsprache.

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